Bestens vernetzt – der Betrieb der Zukunft

Einfache und automatisierte Datenvernetzung und leichte Bedienbarkeit von Agrarsoftware und -portalen wünschen sich die meisten Betriebe, um sich fit für die Zukunft zu machen. Doch was hemmt die Vernetzung und den Schnittstellenbau? – Ein Beitrag von unserem Netzwerkpartner SMARTBOW von Zoetis


Warum gelingt die Datenvernetzung nur schleppend?

Mittlerweile haben Betriebe unzählige Systeme in ihren Arbeitsalltag integriert: Melkstand, Melkroboter, Gesundheitssysteme, Brunsterkennungssysteme, Fütterungstechnik, Herdenmanagementsysteme und viele mehr liefern tagtäglich Daten zur Herde und einzelnen Tieren. Große Mengen an Daten werden so jeden Tag generiert. Auf der anderen Seite bedeutet es, dass viele verschiedene Auswertungen in unterschiedlichen Darstellungen erstellt werden – das kann schnell unübersichtlich, kompliziert und zeitintensiv werden. Zeit die ein Herdenmanager lieber sinnvoll in seine Herden investieren möchte. Was wäre eine mögliche Lösung, um den Umgang mit den Datenmengen zu erleichtern? Alle Daten des Betriebes komprimiert und einfach zu nutzen – das ist der Traum eines jeden Herdenmanagers.

 

Wann Datennutzung für Landwirte Sinn macht

Die Entwicklung der Milchviehbetriebe in den letzten Jahrzehnten geht mit unglaublichen Veränderungen einher: von handgeschriebenen Notizen hin zur digitalen Ohrmarke an der Kuh und automatisch versendeten Push-Nachrichten an das Smartphone. Nach und nach sind immer mehr betriebsunterstützende Techniken und Applikationen in die Landwirtschaft gekommen, alle mit dem gleichen Ziel: das Leben von Landwirt und Tier erleichtern und gleichzeitig zu verbessern.

Grundsätzlich eine großartige Idee, wenn da nicht die Unmengen an Daten von Programmen wären, die nicht miteinander kommunizieren. Jedes individuelle System gibt seine Werte anders aus. Von Übersichtlichkeit ist hier keine Rede. Für landwirtschaftliche Betriebe kann sich das schnell als einen enormen Mehraufwand entlarven. Verschiedene Systeme, verschiedene Anwendungen, viele Daten und aufwendige Mehrfacheingaben.

In einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2016 gaben 60% der befragten Landwirtinnen und Landwirte (n=521) an, dass ihr Interesse an Datennutzung groß ist, wenn sie/er dadurch weniger bürokratischen Aufwand haben. Bisher ist dies nur teilweise oder gar nicht gegeben.

 

Woran aber scheitert aktuell die Datenvernetzung?

Auf der Seite des Kunden gibt es die Angst vor Datenteilung beziehungsweise das Unwissen, was mit den Daten gemacht wird. Die Datenhoheit muss dementsprechend von jedem datenverarbeitenden Unternehmen definiert werden. Für Zoetis ist ein zuverlässiger Datenschutz die Voraussetzung für alle Produkte und Dienstleistungen. Zudem ist Zoetis Deutschland GmbH Mitglied bei Animal health Europe und damit dem „EU Code of conduct on agricultural data sharing by contractual agreement” verpflichtet.

Zur Frage: „Woran scheitert aktuell der vollständige Datenaustausch?“ einer internen Umfrage mit Unternehmen des Netzwerkes Digitale Landwirtschaft wurden folgende Hemmnisse genannt: Mangelnde Bekanntheit der Schnittstellen, Inkompatibilität der Schnittstellen, hoher technischer Aufwand und die Bereitschaft der Hersteller. Selbst wenn man also zum Schnittstellenbau bereit ist, gibt es Widrigkeiten, die den Aufbau von Datenvernetzung verlangsamen oder gar hemmen. Dies sollten wir in Zukunft gemeinsam anpacken!

 

Wie würde ein Betrieb der Zukunft aussehen?

Es braucht eine Plattform, auf der sich alle Daten des Betriebes zusammenfinden, miteinander kommunizieren und gesammelte Inhalte in logischer und nutzbarer Information erstellen lassen. Als perfekte Unterstützung für Landwirte und Herdenmanager, um fundierte Entscheidungen zu treffen und effizienter arbeiten zu können.

Digitalisierung und Daten müssen einfach zugänglich und verständlich sein. Sie sollen den Alltag erleichtern und nicht erschweren – daher müssen anwendungsübergreifende Schnittstellen geschaffen werden.

SMARTBOW von Zoetis geht hier wegweisend voran und hat bereits Schnittstellen zu führenden Herdenmanagementsystemen wie DSP Agrosoft, UNIFORM-Agri und DairyComp integriert.

 

Beispiele für Datenvernetzung bei SMARTBOW

Das erste Beispiel zeigt unter anderem die Datenströme auf einem modernen Betrieb in Deutschland, der ebenfalls SMARTBOW von Zoetis im Betrieb implementiert hat. Wie man erkennen kann, ist das Herdenmanagementprogramm HERDEplus hier der Pool, in dem die Daten zusammenfließen und entsprechend verwertet werden. Ein typischer Austausch an Daten könnte wie folgt aussehen: Im SMARTBOW System wird ein Brunstalarm generiert. Diese Information wird an HERDEplus übergeben. Der Landwirt überprüft das Tier und trifft die Entscheidung zu besamen. Daraufhin trägt der Landwirt die Besamung in HERDEplus ein. Damit geht das Besamungsereignis automatisch in die SMARTBOW Software und ist in beiden Systemen zu sehen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Online-Seminar zum Thema Schnittstelle mit DSP Agrosoft: Zum Onlineseminar

 

Abbildung 1: Beispiel der Datenströme auf modernen Betrieben

 

Ein zweites erfolgreiches Beispiel ist der Milchhof Reeßum KG, in dem Betriebsleiter Frank Cordes und Herdenmanager Jan Intemann bereits mit vielen digitalen Lösungen für Ihre 750 Kühe arbeiten. Einen Einblick in den Betrieb und deren Systeme finden Sie unter: Zum Seminar: Leistungsschau Online

 

 

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