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Wiederkäuen | Wie schnell und genau erkennen Sensortechnologien Krankheiten?

– ein Beitrag von Smartbow by Zoetis.

Zunehmend werden Sensortechnologien im Milchviehstall eingesetzt um Gesundheit, Brunst und den Standort der Tiere zu ermitteln. Unter anderem ist Wiederkäuen einer der wichtigsten Bestandteile der Verdauung bei Rindern und somit auch der Gesundheit. Das Wiederkäuen an sich kann durch viele Dinge beeinflusst werden, wie zum Beispiel durch die Menge des Futters, Stress und Gesundheitsstörungen.

Übliche Wiederkauzeiten betragen ca. 8h (500 min) unterteilt in 4-24 Perioden (zwischen 10-60 Minuten) pro Tag. Ein Abfall der Wiederkäuaktivität kann u.a. durch einen niedrigen pH-Wert oder hohen osmotischen Druck im Pansen ausgelöst werden. Zudem kann Stress ein Grund sein. In jedem Fall sollte das Tier bei Unregelmäßigkeiten angeschaut werden, um ggf. schwerwiegende Krankheiten und gefährliche Situationen vermeiden zu können. Mittlerweile gibt es unterschiedliche technische Möglichkeiten den Abfall von Wiederkäuen unmittelbar zu erkennen und dementsprechend die Ursache durch eine eingehende Untersuchung festzustellen. Doch sind diese technischen Möglichkeiten wirklich so viel schneller als die visuelle Beobachtung durch eine erfahrene Landwirtin oder Landwirt?

Sensoren können genutzt werden, um die Wiederkauminuten zu dokumentieren und dementsprechend eine gesundheitsfördernde Maßnahme abzuleiten. Gesundheitsstörungen, wie u.a. Hypokalzämie, Ketose, fieberhafte Allgemeinstörungen, Brunst, sowie Kalben Nachgeburtsverhalten sind Bereiche, die durch das veränderte Wiederkauverhalten identifiziert werden können. Besonders effektiv können Mastitis, welche durch E. coli verursacht werden, und schwere Metritis identifiziert werden: somit kann besonders auf das Tierwohl geachtet. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Kosten im Bereich der Behandlung gesenkt werden können.

Die visuelle Beobachtung des Wiederkauens kann als sehr zuverlässig angesehen werden, ist jedoch sehr arbeitsaufwändig. Eine Studie in diesem Bereich (durch Reiter im Jahre 2017 in Wien, Österreich mit der Ohrmarke von SMARTBOW von Zoetis) untersuchte mit Videoaufnahmen und Beobachtung diesen Zusammenhang. Aus praktischer und klinischer Sicht sind die Unterschiede zwischen der visuellen Beobachtung und die Erkenntnisse des SMARTBOW Systems geringfügig. Die Abweichung von der visuellen Beobachtung liegen bei -1,2% (Wiederkäuzeit), +3,7% (Kauzyklen) und -1,8% (Wiederkäuzyklus). Das heißt, dass das sensorbasierte System die visuelle Beobachtung ersetzten kann und zudem perfekte Ergebnisse liefert. Die ermittelte Übereinstimmung zwischen dem SMARTBOW System und den Ergebnissen der Videoanalysen waren hervorragend. Da die Ohrmarke alle 4 Sekunden Echtzeit-Daten an den Betriebsserver, meist im Stallbüro platziert, sendet, werden alle Unregelmäßigkeiten sofort an den Landwirt weitergeleitet. Diese Information kann per Einstellung entweder per SMS oder per E-Mail auf das Smartphone gesendet werden.

Diese digitalen Lösungen werden unter anderem in Fachzeitschriften wie der TopAgrar (Rind / Technik 04/2019) behandelt und verglichen.

Zusammenfassend können Sensortechnologien Krankheiten bei der Milchkuh schneller erkennen und somit schneller behandelt werden. Der Landwirt hat hiermit einen zeitlichen sowie monetären Vorteil, ebenso im Hinblick auf das Tierwohl.


Quelle: Reiter, S. e. (2017). Evaluation of an ear-tag-based accelerometer.  Vienna, Austria: J. Dairy Sci. 


Über SMARTBOW von Zoetis

Mit SMARTBOW von Zoetis wird jede einzelne Kuh, jederzeit, überall im Stall überwacht. Die intelligente Ohrmarke kontrolliert sekundengenau Wiederkäuverhalten und Aktivität. Bei Gesundheitsstörungen, Brunst oder anderen Auffälligkeiten sendet das hochpräzise System sofort Alarme. So können Gesundheitsstörungen deutlich schneller behandelt und die Reproduktion optimiert werden.